Freitag 07.12:
Von letztem Samstag bis gestern ausgesprochen entspannt
gepackt ! Hatte gestern kaum noch was zu tun. Bis Mittag noch Arbeiten;
letztes Essen des Jahres mit den Kollegens. Essen-Notration (Stollen
!) kaufen. Mittags-Schlaf halten. Duschen. Fertig packen. 17.45 zur U-Bahn.
Treff mit Boxer an der S-Bahn. Flug soll trotz Afghanistan-bedingtem Umweg
planmaessig in Saigon sein.
Toller Service im Flugzeug (Thai Airways) ! Ausserdem
gibts Lufthansa-Meilen. Guter Rotwein zum Abschluss. Boxer war so clever,
Sitze am Notausgang bei NK-Travel zu reservieren. Sehr angenehm in der
Nacht !
Samstag 08.12:
Sind leider nicht die Nordroute uebers Karakorum geflogen,
stattdessen ueber den Indischen Ozean. Gut 3 Stunden Aufenthalt in Bangkok.
Abhaengen und Espresso im Transit-Gelaende. Nehme mir vor, mal mit Leichtgepaeck
ohne Tourenausruestung durch Ostasien zu ziehen, mit nichts ausser dem
Handgepaeck.
20.15 da. Dieter wartet schon. Ist mit dem Hotelmanager
per Moped zum Flughafen gekommen, war wohl ein ziemlich adrenalin-treibendes
Erlebnis ... Taxi zum Oriole-Hotel. Sympathischer erster Eindruck. Unendlich
viele Mopeds. Buntes Strassenleben, kein Vergleich zu Jakarta. Super AC-Zimmer
fuer 15$. Rundgang durch Downtown. Nutten-Annaeherungs-Versuche, aber auf
liebenswuerdige Weise. Angenehm kuehl nachts. Viele Strassen-Cafes auf
breitem Fussweg. Wieder kein Vergleich zu Jakarta. Strassen queren ist
ein Abenteuer-Sport. Die Verkehrsstroeme umfliessen einen regelrecht. Moses
und das Wasser ... Reichlich Riesen-Kakis auf den naechtlichen Strassen.
01.00 Uhr hinlegen.
Sonntag 09.12:
8.30 raus, jetlagmaessig schlecht geschlafen. Ins Nachbarcafe
zum Kampfpiloten, war 1958-75 fuer Suedvietnam im Einsatz. Kaffee wird
am Tisch gefiltert: Kaffee Fin. Sehr eigener, suesslicher Geschmack. Nicht
so mein Ding. Draussen toben die Mopeds, viele fahren mit Maske. Rundgang
durchs Traveller-Viertel, 3$ pro Lonely-Planet-Kopie ! Kaufe Lonely-Planet-Sprachfuehrer
fuer 3 DM. Heiss, aber trockene Luft. Pancake (mein letzter ...).
Guter Espresso. Relaxte Atmosphaere. Klaeren Bus nach
Dalat. Beschliessen Abfahrt fuer Dienstag 9.30 Uhr. Dieter und Boxer gehen
zur Massaage, ich halte 2 Stunden Mittagsschlaf. Rundgang durch Supermarkt
(8 Etagen). Reichlich eingeschweisstes Obst a la Jakarta.
Erstes ausgiebiges Essen in Einheimischen-Lokal. Viel
Gemuese, altes Fett. Boxer muss sich danach 2x gruendlich entleeren ...
Wandern Richtung Cholon. Einkehr in gehobenem Einheimischen-Restaurant
am Weg. Erstklassige Erdnuesse und Gruener Tee. Es gibt geduenstete Schlangen
ohne Kopf und gegrillte Echsen. Nehme Fried Rice und Saigon Beer. Wandern
zur Downtown. Sonntag-Abend-Moped-Rallye. Papaya-Shake in Cafe-Bar. Runde
durch Downtown. Strassenstrich-Transvestiten jagen uns mit dem Moped. Rueckweg.
Bierchen im letzten Roundabout. 2.00 im Bett. kann wegen der 2 Stunden
Mittags-Schlaf ewig nicht einschlafen.
Montag, 10.12:
8.30 Uhr: Dieter weckt mich. Bin total unausgeschlafen.
Bekommen Boxer mit Muehe und Not wach. Gebe die Fjaellraeven-Hose im Hotel
zum Naehen ab. Kaffee beim Piloten bis Boxer kommt. Ticket kaufen fuer
morgen. Fruehstueck bei den Backpackern bis 11.00. Es ist viel zu heiss,
nur im Schatten ertraeglich. Wandern Richtung Cholon. Verlieren Dieter,
er laeuft zu schnell. Delikat: Ruehrkuchen und Snacks in einer Marktgasse.
Grosses Hallo bei den Marktfrauen, Fotosession. Klassische Chinatown in
Cholon ! Teatime an der lautesten Kreuzung weit und breit, aber mitten
im Geschehen. Hongkong-Tee: Starker Blatt-Gruentee + 2 zusaetzliche Teebeutel.
Brauche 5 Teeloeffel Zucker pro Tasse ... Volles Rohr Viet-Pop von hinten,
uebertoent locker den Strassenlaerm.
Rundgang Downtown Cholon. Ein gigantisches Markt-Treiben
a la Istanbul, der brodelnde Wahnsinn ! WC, Fruechte, Snacks und Super-Obstsalat
in der Plaza. Ein Heer von Verkaeuferinnen kuemmert sich um uns. Ueberragende
Freundlichkeit allerorten ! 2 Weisse gesehen, passiert sehr selten hier
draussen. Ein Polizei-Jeep jagt die Vogelhaendler vor der Plaza. Moped-Stau
beim Abholen der Kinder von der chinesischen Tempelschule. Ein Tempel am
Anderen ! Wir ueberqueren inzwischen die Strassen wie die Profis. Bekommen
eine Bäckerei-Führung vom Manager.
Boxer braucht 30 min zum (gescheiterten) Geldtauschen,
hat keine Passkopie dabei. Ich muss Boxer noch 5 Dia-Filme kaufen, er hat
nur 6 mit. Postkarten, Stamps, Espresso im Backpacker-Viertel. Der südvietnamesische
Grüntee ist entsetzlich wie im Kulturschock beschrieben. Dafür
wohlriechender, vietnamesischer, a la Taiwan eingeschweisster Oolong-Tee
im Espresso-Laden. Habe aber leider schon jede Menge Tee im Rucksack. Rüber
nach Downtown. Rikschafahrer-Zuhälter ohne Ende, dazu die Kaugummi-
und Blumenverkäufer-Kids. Setzen uns dann auf Plastik-Schemel vor
Schicki-Micki-Lokal (Rathaus ?) und ordern 2 Bier: 16000 D statt der ueblichen
7000. Retour ins Hotel.
Dieter erzählt noch seine Stories. Man hat mir die
Hose kostenlos genäht ! Unglaublich. 01.30 ins Bett. Weckauftrag für
7.30. Kann wieder ewig nicht einschlafen.
Dienstag 11.12:
07.30 raus. Müde ! Abschiedstee in der Lobby. 8.15
Zubringer-PKW ins Backpacker-Viertel. 8.30 Start nach Dalat. 2 Stunden
Siedlungsbrei, dann Gummibaum-Plantagen. An den Südhängen den
Hochlandes noch ausgedehnte Regenwälder. Oben Tee- und Kaffee-Plantagen
bis zum Horizont. Kurzer Schauer. Kaffee-Bohnen trocknen vor den Häusern,
werden schnell abgedeckt. 16.15 in Dalat, ca. 1500 Hm. Super Klima !
Aber bescheidene Touren-Möglichkeiten, nur der degenerierte
Nam Cat Tien. Beschliessen für morgen 7.40 Open Ticket Weiterfahrt
nach Nha Trang. Super Farben am Himmel zum Sonnen-Untergang. Mücken
und Moskito-Netze im Zimmer. Kleiner Stadtrundgang. 30 min reichen nicht,
um eine Mail zu lesen ... Sehr wohlhabende und saubere Stadt. Mulberry
Rotwein.
Mittwoch 12.12:
06.45 raus, 7.00 Frühstück: Baguette mit Omelette & Filterkaffee. Super ! 7.45 Start Bus Nha Trang. Heute voll mit Langnasen, gestern fast nur Vietnamesen. Erster Stop am Pass vor den Ostabhängen der Highlands. Hier sind die Urwälder schon komplett weg. Nächster Stop bei den Cham-Türmen, zusammen mit einer Neckermann-Gruppe: Vietnam in 10 Tagen. Mittag in gemütlicher Raststätte zwischen Salinen an der Küste. Bauernhof-Bilder. Kakaoartiger Cafe Phin. Schwülwarme Luft und dicke Wolken. Regenzeit.
14.30 in Nha Trang. Boxer macht wieder mal Theater, will
noch mehr Hostels vergleichen ...
Super Zimmer ! 9$ für AC, TV, Fridge, modernes Bad,
2 Top Betten. Schnorcheln + Tauchen ist nicht, Hurrican um Hue, Ausläufer
bis Nha Trang. Das Meer ist dreckig durch die Erosion in den Bergen.
Zum Glück sind wir nicht von Nord nach Süd
ab Hanoi gestartet, wie ursprünglich geplant, sondern haben der schlechten
Flugdaten wegen umgebucht: Seit 2 Wochen nur Regen und Sturm im Norden
! Tauchlehrer rät uns vom Busfahren nach Hoi An ab, da extrem schlechte
Strecke.
Strandtour bis zum Slum/Fischereihafen/Fluss. Eine fette
Brücke wird quer durch den Slum gelegt. Boxer und Dieter wollen kein
Känguruh essen. Lonely Planet Seafood Feinschmecker-Lokal: Ungewürzter
Barsch gegrillt. Voll daneben. Entscheiden uns gegen das Hierbleiben, zum
Hotel: Open Ticket für morgen früh schon ausgebucht. Verschenken
die 7$ und kaufen neues Ticket bei der Konkurrenz. Gehe noch Baguettes
und Wasser kaufen, soll gleich noch eine "Massa" mitnehmen ... Duschen,
22.30 Nachtruhe !
Donnerstag, 13.12:
05.15 Wecken. (Power-)Walker & (Asphalt-)Jogger in
der Stadt und am Strand. (Sinh-)Bus restlos ausgebucht. 20 Minuten Stop
am Sinh-Cafe. Dicke Wolken. Fahrt durch grüne, gestrüpp-bewachsene
Küsten-Hügel. Dann endlos durch Agent-Orange-geschädigte
Hügel mit absterbenden Eukalyptus-Aufforst-Versuchen. Die Küste
gesäumt von Salinen. Kollosale Schlaglöcher, wie vom Tauchlehrer
versprochen. Der Bus ist aber gut gefedert. 21.30 da. Mit 1,5 h Pausen
14,5 h Reisezeit. Sind ziemlich gestresst.
Finden gleich gegenüber vom Open-Ticket-Hotel (Rattenloch
mit entsetzlichen Matratzen) Hotel mit luxuriösen Zimmern mit Frühstück
für 15$/18$ Single/Double. Um Boxers endloser Suche vorzubeugen, nehme
ich das Single ... Fried Rice & Local Beer um die Ecke. Angenehme und
relaxte Atmosphäre hier ! Nächtlicher Stadtrundgang. 0.30 Uhr
im Bett.
Freitag, 14.12:
09.00 raus, Dieter ist schon nach My Son, Boxer unten
zum Essen. Frühstück, Wäsche zur Laundry. Stadtrundgang.
Mass-Schneider ohne Ende. Dorf auf der anderen Fluss-Seite. Geldtausch
über Kreditkarte: Umrechnung erst in $, dann in Dong. Heftige Kommission.
Espresso beim Italiener. Teatime auf Hotel-Balkon. Regen.
Karten schreiben im Cafe gegenüber. Immer noch Regen.Ausrüstung
durchsortieren. Internet-Cafe: 90 Minuten mailen, per Modem recht schnell.
Wintereinbruch in D: Minus 17 Grad mittags, minus 23 nachts ! 40 cm Pulver
und 40 km Loipen gespurt in Bayrischzell. Und ich bin nicht dabei !!!
Dinner mit Blick auf das Hochwasser am Fluss. Unsere
ursprünglich geplante Gaststätte ist geflutet. Die Leute radeln
durch die Fluten, wir sitzen mit Blick aufs Wasser. Eine Travellerin kippt
nach Bordsteinkontakt mit ihrem Rad seitlich in die Fluten, verliert ihre
Brieftasche ohne es zu merken. Essen Spring Rolls (gut !), Currygemüse
und Kartoffeln. Sehr witzige und humorvolle Leute hier im Ort ! Zum Abschluss
Cao Lai Nudeln (vorzüglich !) und Pineapple Pancake (superb !).
Mit 2 Schweizerinnen (Krankenschwestern, für 6 Monate
gekündigt, auf dem Weg zum Yoga-Kurs nach Rishikesh) bis 01.00 in
der Bar. Wohnen fensterlos im Open-Ticket Hotel ... Auf dem Rückweg
ins Hotel Ratten-Rennen über Stromkabel und Fusswege.
Samstag, 15.12:
6.45 raus, zahlen mit Visa. Nur 4% Aufschlag statt 10%
in Saigon. Omelette-Baguette + die übliche Kaffee-Suppe. 8.00 Start
bei Regen. 30 min später Stop bei den Marble Werkstätten mit
Kaffee ohne Marbeln zu kaufen. Dafür kein Stop am Wolkenpass ... Alles
wieder mit flachem Grün überwuchert. Regen ohne Ende.
Hue, gehen gleich ins Open Ticket Hotel. Teatime. Rundgang
im Regen. Die Leute der krasse Gegensatz zu Hoi An. Kühl und wenig
rücksichtsvoll. Ampeln werden beachtet, Fussgänger nicht ...
Zitadelle am späten Nachmittag schon zu, Hundertfüssler am Aussichtspunkt.
Im Hotel werden die räudigen Matratzen mit dicken
Auflagen gesoftet.
30 Dishes Bufet für 12 DM im Saigon Morin (Zimmer
80$-400$) mit einem Thai-Vietnamesen aus Paris. Seine Frau mag Vietnam
nicht. Sein Sohn bekommt bei Air France die Freitickets. Dezente Live-Volksmusik.
Super ! Pappesatt ins Hotel. Internet-Versuch mangels Speed wieder mal
abgebrochen. 22.30: Immer noch Regen. Nachtruhe.
Sonntag, 16.12:
9.30 raus, musst mich wegen der vielen Mücken(stiche)
die ganze Nacht jucken und bin deshalb unausgeschlafen. T-Shirt und Bettlaken
sind voller Blut durch die toten Mücken. Ist hier die zweit-kritischste
Malaria-Gegend von Vietnam.
Unten im Cafe ausgiebig Frühstücken, Packen,
Duschen. Boxer und Dieter gehen in die Zitadelle, ich durch die Downtown.
Es ist bedeckt, angenehme Temperatur. Bin ausgesprochen schlaff. Agent
Orange Bettler, bekommt 5KD. Ein Hund beisst mich unmotiviert in die Wade,
kommt zum Glück nicht durch die lange Hose. Super Teatime in französischer
Bäckerei mit eigenem Darjeeling, Apfel Tart und Ananas Rührkuchen.
Darf mir in der Küche sogar eine passende Teekanne aussuchen !
Im Zentrum alles offen, keine Spur von Sonntag. Internet
wieder mal zu langsam, brauche nichts zu zahlen. Rikschafahrer in Vietnam
viel erträglicher als in Indien. Vor Abfahrt noch ins Hotel-Restaurant
"La Carambole": Guter Espresso, Fried Garlic Vegetables & Mashed Potatoes.
Super Fisch von Dieter. DAS Zentrum des vietnamesischen Essens, Hue ! Die
perfekt englisch sprechende Kellnerin meint, ihr Leben ist "dull and boring".
Ist Amerika-Fan, hält unsere Meinung über die Amis für eine
"misconception" ...
18.30 statt 18.00 Abfahrt. Schlechte Luft im Bus. Air
Con angeblich kaputt. Stellen die Dachklappe schräg + Fahrer macht
Tür auf. Der Schaffner will erst noch einen Australier in die hintere
Reihe quetschen, der putscht, dann muss eine Vietnamesin dran glauben.
Die gehorcht. Angeblich ist noch jemand zugestiegen. Tatsächlich will
der Schaffner noch einen zweiten Sitz, weil er so besser schlafen kann
... Nachdem er liegt, geht die Tür wieder zu. Boxer und ich putschen.
Plötzlich geht die Aircon doch ! Aber nur bis zum nächsten Stop.
Dann bleiben Aircon aus und die Tür zu. Wieder Putsch. Diesmal wird's
unhöflich. Tür wieder auf. Der Fahrer fährt wutentbrannt
Schlangen-Linien. 30 Minuten Halt an Tankstelle, wieder alles zu. Boxer
geht vor, plötzlich versteht keiner von der Crew mehr englisch ...
Boxer lässt nicht locker, bis sich der Schläfer plötzlich
vorbeugt und die Aircon wieder einschaltet. Finaler Sieg um 02.00 Uhr !
Leute, die mal müssen, werden hingehalten, bis wirklich
nichts mehr geht, da nach 20.00 Uhr keine Pausen mehr geplant sind. Die
Fahrer-Mafia hatte allerdings versprochen, bei Bedarf zu halten ...
Montag, 17.12:
Kaum geschlafen, war viel zu eng, obwohl der Kanadier
neben mir (2 Construction Workers/Seasonal aus Whitehorse/Yukon auf 8Monats-SOA-Tour)
meist im Gang liegt ...
Der Bus will uns am Asia-Hotel abliefern, taugt aber
nichts. Gehen ins "Phan Thai Camelia". Auf dem Weg dorthin wollen uns jede
Menge Schlepper ins Fake-Camelia lotsen. Zahlen mit Zusatz-Matratze und
Frühstücks-Bufett 6$/pp.
Sind alle ziemlich geschafft. Können Dieter nur
mit Mühe dazu bringen, gleich die nötige Org-Arbeit zu erledigen.
Der Preis für die Visa-Verlängerung für 2 Wochen ist gerade
verdoppelt worden von 12 auf 25$, dauert 4 Tage ... Können den Express-Preis
(24h) von 35$ auf 30$ runterhandeln, nachdem wir im Nachbar-Reisebüro
waren. Mieten Toyota-Landcruiser für die Nordwest-Runde. 5 Nächte/6
Tage mit Fahrer+Benzin 233 $. Start übermorgen 8.00 Uhr. Mai, fitte
und fixe Sino-Vietnamesin an der Rezeption, managt alles sehr souverän
und freundlich, obwohl sie schwer erkältet ist und wir beim Bezahlen
den Durchblick verlieren (Dieter und Boxer mangelt es an Dong).
Geschafft ! 15 min Mittags-Schlaf, Duschen, Teatime mit
Hotel-Teegeschirr. Riesen-Thermoskanne mit kochheissem Wasser. Super !
Boxer und Dieter schlafen 1,5 Stunden, dann ab in die Stadt. Guter "Cafe
Phin" am Seeufer, vorher ätzenden Nestle-Sud in einem Hotel. Nette
Altstadt-Gassen mit Pubs, Cafes, Bars. Gehen in vietnamesisches Restaurant,
3 verschiedene Froschgerichte ! Guter Mangosaft und spektakulär gut
gewürzter Cantonese Fried Rice. Eine Ratte tobt über Stromkabel
und Wände.
Altstadtrunde Richtung Hotel, schöne Atmosphäre,
unglaublich viele Langnasen. Boxer will zum 2ten mal Filme nachkaufen.
Dauert endlos, da Flirten & Handeln sehr zeitaufwendig sind.
Internet kostet 40 Pfennig die Stunde ! 30 Minuten täglich
gratis vom Hotel. Schnell, da über eigenes Modem. 22.30 Schlafen,
demokratisch entschieden.
Dienstag, 18.12:
Stehe 6.30 auf, Dieter auch. Ausgiebig Hotelfrühstück.
Ziehen dann separat los. Boxer ist gerade aufgestanden und will mitkommen,
aber vorher auch noch frühstücken ...
Zum Roten Fluss, über die Brücke bis zum zweiten
Arm. Am Maismarkt auf die andere Seite, sehr ländliche Atmosphäre.
Weiter durch endlose Marktstrassen zum Westlake. Cafe Phin Arabica. Am
Präsidenten-Palast vorbei zum Ho Chi Minh-Museum. Stuttgarter: Wollte
mit Halbschuhen auf den Fansipang und ohne Malaria-Pillen ins Mekong-Delta.
Hat 4 Wochen vor Abflug gebucht, musste Reisebüro-Arrangement nehmen:
Flug+Visa+4Nächte=2900 DM.
Teatime + Mittagsschlaf im Hotel. Boxer hat den ganzen
Vormittag gekramt und seine Mailbox geleert. Double Espresso im "Illy Cafe".
Bücher-Strasse am See-Ende: Der Nordwesten ist die am schlimmsten
entwaldete Gegend von Vietnam. Vorzüglicher Apfel-Rührkuchen
im Szene-Cafe. Lenin-Park. Essen beim Volk, 4 Dishes für 80 Pfennige.
19.30 im Hotel: Visa kostet 10$ + 20$ Provision ... (offiziell 25,-).
Duschen, Abendessen-Rundgang. Boxer bekommt Meet als
Ente: Wird vom Kellner als "Local Duck" deklariert, aber anstandslos zurück
genommen. Es regnet leicht. 23.30 Ruhe.
Mittwoch, 19.12:
6.30 raus, Frühstück mit eigenem Kaffee, super
! Reserviert für Silvester, Abschied von Mai, der freundlichen Rezeptionistin.
8.05 Abfahrt mit fettem Toyota-Landcruiser. Mittagessen bei den "White
Thai" in einem Touri-Stelzenhaus. Dorfrundgang, gnadenloser Hahnenkampf.
Wir sollen im Dorf übernachten, wollen aber noch bis Son La. Telefonieren
mit Hotel in Son La (schon alles vorgeklärt ;-). Sind aber erst 20.00
da, ist ok.
Extremer Abgas-Smog auf der Strasse und im Jeep, bin
leicht benommen. Die Wälder der Region sind grösstenteils abgeholzt
und abgebrannt. Bunte Volkstrachten bei den Frauen in den Bergvolk-Dörfern.
Guter Grüntee im Tee-Anbauzentrum Moc Chau. Nebel, Niesel und Wolken
enden vor Yen Chau: Blauer Himmel ! Später dann ein kollosaler Sternenhimmel.
Sind 19.45 in Son La, alle ziemlich gerädert und vom Smog benebelt.
Hoa Dao-Hotel. Ein Zimmer für 15$, 1x für 7,50 nach Verhandlung.
Essen im Trade Union Hotel mit Original-Ostblock-Atmosphäre. Die herrscht
auch bei den Kellnern ...
Eine Schweizer Studiosus-Reisegruppe und 2 französische
Pärchen auf Nordwest-Runde. Kopfschmerzen vom Benzin. Unser
Hotel ist bärisch laut. Um 23.00 wird es ruhig.
Donnerstag, 20.12:
6.30 auf, Hotelfrühstück: Baguette + Omelette,
Salz gibts keins, Boxer ist deswegen ausser sich ... Entsetzlich schlecht
geschlafen, die ganze Nacht Kopfschmerzen vom Benzin-Smog. 7.30 los, stinkt
gleich wieder, ist wohl das Auto selbst. Niesel und Nebel. Gelegentlich
durch bizarre Kalkstein-Gebiete, ab Mittag Sonne ! Subtropisch warm, Fenster
voll auf Durchzug. Angesichts der ruinierten Landschaften überzeugen
wir Dieter vom WWF.
Liebenswürdige und aufgeweckte Kinder, sprechen
mir im Chor alles nach, einschliesslich jeder Bewegung, ausgesprochen witzig
! Verlieren ihre Scheu nach Bekanntschaft mit dem Fotoapparat. Angenehme
Atmosphäre bei den Bergvölkern. Grosses Hallo bei Marktbesuch.
Kollosale Ausblicke und versteppte Bergketten bis zum Horizont. In den
Tälern malerische Dörfer, Trachten, Wasserbüffel, Reisterrassen.
Wir laufen immer wieder dem Auto voraus. Einfahrt nach Dien Bien Phu.
Die vom Lonely Planet versprochenen dichten Dschungel
rings um den Ort gibt es auch nicht mehr. Genausowenig wie die tolle Landschaft
vorher. Erstauflage 1991 ...
Sehr angenehme Atmosphäre im Ort, freundliche Montagnards,
komplett von kahlen Bergen umrahmt, wohlhabend, jede Menge Paläste
im vietnamesischen Stil. Phantastischer Sonnenuntergang, Klasse Farben
am Himmel, laue Lüfte, traumhaft ! Gesamturteil: Sehr super !
Probieren 5-6 Hotels, alle voll. Eine Rezeptionistin
telefoniert für uns herum, bekommen letztlich ein paar harte Betten
in einem Staatshotel-Dreierzimmer für 5$pP. Abendessen in einem vom
LP empfohlenen Restaurant mit authentischer Ostblock-Atmosphäre. Teuer,
aber guter Kartoffel-Auflauf. Unterm Strich abwechslungsreiche und bekömmliche
Küche in Vietnam, aber nicht so gut, wie vom LP behauptet. 22.15 Uhr:
Boxer hält die Kramruhe ein ! Ich stoppe noch den Presslufthammer
draussen, dann Nachtruhe.
Freitag, 21.12:
6.15 raus, Packen, Frucht-Frühstück, heisses
Wasser für Kaffee aus Rezeption. Alte Thermoskanne in Elektrotopf.
7.30 Start auf staubigem Feldweg, zum Glück ist der Motor wieder ok
und os können die Fenster zu bleiben. Wilde Hmong-Bergdörfer,
scheue Leute, Frauen mit Riesendutt in Grupper vor einer Nähmaschine.
Landschaft wie gestern, aber ohne Kalkfelsen. Wolken,
aber sonst klar. 11.30 Stop in Dschungelcamp-artigem Hotel aus mehreren
Holzbauten. Riesige Terrassen mit Sofas, Sesseln und Tischen. Schmackhaftes
Mittagessen im Hof. Wir bleiben hier, es ist noch zu weit bis Sapa. Bekommen
noch ein Bett ins Zimmer, 20 statt 15$ fürs DZ.
Dieters Wasserpott ist im Auto in Boxers Rucksack gelaufen
und Boxer hatte nichts in Plastiktüten verpackt ... Dieter und ich
steigen hoch Richtung Hmong-Opiumbauern-Dorf. Finden Trampelpfade durchs
Gestrüpp, münden in Baumstamm-Ziehweg. Ein Hmong mit Stamm kommt
uns entgegen. Dann zwei Hmong-Jäger im Jagdrock (schwarz/weiss) mit
passendem Design-Gewehr. Sie kommen durch den Busch gesprungen wie zwei
Aliens und erstarren, als sie uns sehen. Handgruss und Lächeln entspannen
die Situation.
Oben erst eine idyllische Lichtung, dann Dschungel pur
! Treffen einen Bauern auf dem Pfad, der höchst erstaunt über
uns ist. Dieter plagt immer schlimmerer Dünnpfiff, wir kommen deshalb
nicht bis zum Dorf. Grosse Blätter statt Papier, geht auch ... Sind
im Dunkeln wieder unten, müssen die Hunde mit Steinwürfen verscheuchen.
Dieter geht es immer schlechter. Ich mache eine Teatime mit dem Fahrer.
Dann ein feines Essen: Erst Besichtigung des Fisch-Beckens
hinterm Haus. Gerade frisch vom Reisfeld gut gefüllt. Eine Schildkröte
mit Halsband sitzt dazwischen. Lassen uns Geschmack und Preise erläutern.
Entscheiden uns dann für Wels in Zitronensosse, dazu Bohnengemüse,
Reis, Kartoffeln, Frühlingsrollen. Anschliessend Abhängen auf
dem genialen Terrassen-Sofa bei Blütenduft und Grillen-Zirpen. Perfekt
! Auch Boxer hat heute schon den ganzen Tag Dünnpfiff.
Unesco-Leute und japanische Entwicklungshelfer im Hotel.
Dazu 2 Schweizer Pärchen mit Fahrer und Dolmetscher. Sind das zweite
Mal in Vietnam, loben an der Halong-Bay vor allem das gute Essen auf dem
Boot ... Sind auch begeistert vom Mekong-Delta, der friedlichen Atmosphäre
wegen.
22.30 Uhr Ruhe.
Samstag, 22.12:
Dieter muss nachts pausenlos und geräuschvoll aufs
Klo, sieht sehr elend aus, friert. Boxer lärmt nachts herum, weil
ihm die Luft im Raum zu schlecht ist. Muss beide erst mal zur Ordnung rufen
...
6.30 raus, lese Boxer noch mal die Leviten. Ausgiebig
Frühstück, Kaffee, Baguette, Spiegelei. 8.30 Start, masive Strassenbaumassnahmen.
Sehr viel scheuere Dörfler entlang der Strecke als bislang. Abwechslungsreiche,
teils sehr bizarre Landschaft, Flusstäler. Leider diesig. Teeplantagen.
Räudiges Mittagessen.
Fansipan-Gebirgszug extrem kahlgeschlagen, am Pass Wetterwechsel:
Eiskalte Wolkensuppe, starker Wind. Hält sich bis Sapa. Die ganze
Strecke Strassenbau, Frauen und Männer zerkleinern Steine mit Vorschlaghämmern.
Ein toller Markt mit verschiedensten Völkern und Trachten. Opiumpfeife
in der Kneipe.
Sapa. CNN via Internet: 5 Tage Sonne für Sapa prognostiziert
! Im Guesthouse Infos einholen, Abendessen. Dieter ist noch tot, muss ins
Bett. Ich muss Socken und Handtuch nachkaufen, hängt alles noch in
Lai Chau ... Unterhaltung mit Bergführerin, wir können morgen
früh beizeiten eine Stunde vor Abmarsch live wegen Fansipan-Besteigung
entscheiden. 23.00 hinlegen, dünne Daune.
Sonntag, 23.12:
6.30 raus, stahlblauer Himmel ! Duschen, 7.00 Dieter wieder
ok, Zusage Fansipan. Leckere Eibaguettes zum Frühstück. In 1,5
Stunden werden 2x Guide-Koch, Verpflegung, Leihausrüstung, Jeep und
Fahrer organisiert. Verpflegung & Zusatzschlafsack einpacken, 8.30
los. 9.10 Uhr Abmarsch, 300 Hm ins Tal zum Hmong-Dorf auf ca. 1400 m. Steiler
und rutschiger Aufstieg auf Holzrutsch-Pfad durch gestrüpp-überwucherten
Kahlschlag. Äusserst anstrengend, selbst Dieter schwatzt nicht mehr.
Er schlägt sogar vor, den Guide zu bremsen.
12.15 Uhr: Super-Aussicht von einem brandgerodeten Gipfel
auf Sapa und die chinesischen Berge. Unser Guide meint, nur an 4-5 Tagen
im Jahr ist so ein Wetter. Abstieg ins Tal durch Primärwald. Kurzer
Aufstieg ins Basislager, 16.00 da, Zelte aufbauen. Der Stuttgarter aus
Hanoi trifft noch ein, grosses Hallo über den Zufall. Er hat einen
Zubringer-Guide bis ins Basislager, unsere Guides übernehmen.
Kollosales Abendbrot mit vorzüglicher Kartoffel-Vorsuppe,
Bohnen, Fleischgericht, Reis. Gemütliches Lagerfeuer bis 21.00, Nachtruhe.
Halbmond bringt tolle Beleuchtung im Dschungel. Ausgesprochen ruhig.
Montag, 24.12:
6.45 raus, Nudelsuppe zum Frühstück. Runter
ins Tal. Dann ca. 1000 Hm hoch, zum guten Teil Kletterei im ersten und
zweiten Grad, durch den Fansipan-Südhang. Diretissima-Pfad, 45-90
Grad Steigung, erst schmieriger, die letzten paar Hundert Höhenmeter
dann vereister Boden. Erst vor 4 Wochen ist eine Touristin hier abgeschmiert,
tot.
Sind bald im Nebelwald, oben dann Bambus pur. Stehen
nach 4 Stunden auf dem Gipfel, ca. 1500 Hm Gesamt-Höhenunterschied.
Grandiose Sicht, vor allem auf den bestens erhaltenen Südost-Teil
des Nationalparks: Ein endloses Meer steil abfallender, dicht bewaldeter
Bergketten, die sich am Horizont im Dunst verlieren. Richtung Südwesten
ein extrem steil abfallendes, zugedschungeltes Canyon-Gewirr a la Taiwan.
Die anderen 180 Grad der Aussicht dominieren kahlgeschlagene Berge, ebenfalls
bis zum Horizont.
Das erste Mal, dass unsere Führerin so ein Wetter
und so eine Sicht auf dem Gipfel hat ! Welch ein Weihnachtsgeschenk ...
Vorzügliches Gipfelsieg-Weihnachtslunch mit Baguette, Weichkäse
& harten Enteneiern statt Entenbraten. Gurken, Tomaten, Birnen, am
Abend zuvor zubereiteter Eistee. SUPER !!! Einer der grössten Bergtage
meines Lebens.
Abstieg wie Aufstieg 4 Stunden, kommen kurz vor der Dunkelheit
im Lager an. Das Weihnachts-Festmahl ist schon präpariert. Vom Feinsten
! Längerer Schwatz mit unserem Bergführern am Lagerfeuer. War
2 Jahre Steinkohle-Bergmann in Halong. Er erzählt, dass die Wälder
hier längst leergeschossen sind, keine Chance auf ein Wildratten-Menu
...
Alles was die Vietnamesen nicht selbst essen, geht in
den Export nach China: Frösche, Schlangen, alles.
1978 war Sapa der Ort, den die Chinesen aus Rache für
Kambodscha überfallen, 4 Wochen besetzt und zum Teil zerstört
hatten. Alle Einwohner waren geflohen, die Grenze vermint, chinesische
Soldaten waren die Minenhunde, die Panzer kamen hinterher ...
Unsere Bergführerin kommt aus Hanoi, ist seit einem
Jahr hier und will Mathe-Lehrerin werden.
Ist der traditionellen vietnamesischen Frauenrolle gegenüber
sehr kritisch eingestellt und weiss noch nicht, ob sie sich einen Freund
zulegen und heiraten soll. Sie zeigt, wie die anderen 3 Bergführer-Frauen
im Hotel sehr viel Selbstbewusstsein; auch im Umgang mit unserem Bergführer.
Beide arbeiten sehr gleichberechtigt (und lautstark) zusammen.
Berthold, der Stuttgarter, meint, der Tag heute war härter
als ein Marathonlauf.
Die Fotoverkäuferin in Hanoi erzählt Boxer
am zweiten Tag, dass sie nicht nur der Gesundheit wegen, sondern auch wegen
der menschlichen Kälte nicht nach Deutschland gegangen ist. Sie hat
ihre Mutter und eine Freundin in D. und war 4 Wochen in München. Verdient
knapp 100 DM im Monat.
Dienstag, 25.12:
Erst 8.00 raus, ewig lang ein gutes Frühstück
aus Bananen-Pfannkuchen & Fried Noodles. In aller Ruhe packen, 11.00
los. Gestern früh Null Grad, heute 5 Grad. Unerwartet schwieriger
und schmieriger Abstieg. Ab Mittag Wolken ! Vorbei mit dem Fansipan-Blick.
Unten im Tal Lunch am Fluss. Die restlichen Baguettes werden an die Leute
im Hmong-Dorf verschenkt. Hausbesichtigung. Der Jeep wartet dieses Mal
schon unten im Dorf ! Es geht auf echter Rüttelpiste hoch nach Sapa.
Kaffee trinken. Frühzug nach Hanoi buchen. Laundry aufgeben. Duschen,
Folie abwischen, Zelt aufhängen. Gutes Abendessen in vietnamesischem
Restaurant. Dieter geht zur Massage.
Sapa-Wein im Traveller-Restaurant, recht schmackhafter
Rotwein und sehr gute Fritten. Weihnachtslieder-Mitsingen ! 23.30 Ruhe.
Mittwoch, 26.12:
Nachts zu warm für die dicke Hoteldecke, für
den Fleece zu kalt. Krame letztlich die dünne Daune raus, bin dann
wach. Stehe 5.30 auf. 45 Minuten die verstreuten Sachen einpacken. In Ruhe
Frühstück. Recht gutes Wetter, aber Fansipan zugezogen. Boxer
nörgelt wieder mal sinnlos rum.
Bus nach Cao Lai, modernes Handelszentrum auf der chinesischen
Seite. Nahtloser Quittung-gegen-Ticket-Tausch in Gaststätte am Bahnhof.
Window-Reservierung geht ok. Warm und sonnig ! 11.40 Uhr verspätet
los. Alle Ausländer hocken gut bewacht in einer Waggon-Hälfte.
Keine Fotos durch die Gitterfenster möglich. Die Vietnamesen sitzen
auf Holzbänken in den anderen Waggons. Eine Händlerflut rollt
auf den Bahnhöfen durch den Zug. Heftiges Handeln ist angesagt ...
Tiefstehende Sonne über dem breiten Hong River. Buntes
Treiben im Zug-Restaurant, ich Teewasser für 15 Pfennig, Boxer bekommt
Kaffee organisiert. Der Schaffner ist der unumschränkte Herrscher.
Der Zug wird ständig gefegt, Klopapier ist immer da.
Ein norwegischer Biker (Maurer) sitzt bei uns, will einige
Monate nach Australien. Borge den Rough Guide Vietnam bei einer Travellerin
aus, ist bei den Naturzielen deutlich besser als der Lonely Planet.
Mit Berthold und Dieter in den Speisewagen. Nudelsuppe
mit 2 rohen Eiern, wie alle hier. Dazu Halida-Bier (gut !). Rustikales
Erlebnis. 21.00 in Hanoi. Viel Leben im Bahnhofsviertel. Taxi will 5$ zum
Hotel, fährt uns letztlich für 20k-Dong, lt. Taxameter
18. Rundgang im Viertel, die Abgase haben uns wieder.
Gutes Traveller-Cafe schräg gegenüber, Essen.
Transport nach Cat Ba für übermorgen früh klären. Dieter
will die kurze Strecke über Haiphong mit dem Schnellboot fahren, meint
es wäre genug für ihn, wenn er nur ein paar von den Felsen sieht.
Wir buchen aber letztlich alle über Halong: 2x Bus, 2x Boot, 2x Hotel,
Essen und Nationalparktour mit Boot-Pickup für 26 $ ! Abschied von
Berthold, hat vorhin für morgen früh 6.30 eine Tour zur Duftpagode
geklärt. Ruhe um Mitternacht.
Donnerstag, 27.12:
7.00 raus, ausgiebig am Bufett frühstücken.
Der letzte eigene Kaffee. 2,5h Internet für 9000 Dong, bis Dieter
& Boxer soweit sind. 2 Stunden Recherche + Buchung Halong Bay: Flexibles
Tour Package im Traveller Cafe gegenüber. Lunch. Daypack auswaschen.
Lassen uns gutes Kaffeegeschäft an der Rezeption empfehlen. Goethe-Institut
hat offensichtlich Weihnachtsferien. Postamt: 2 Bettelkids zählen
im Vorhof des Postamts auf einer Mülltonne mit ernster Geschäfts-Mine
ihre Beute. Welch ein Motiv.
2 Mio Dong am EC-Automaten abheben. Espresso am See.
Bin ausgesprochen ausgelaugt heute, der Stress der letzten Wochen. Boxer
kriegt Cafe Phin aus Espresso-Pulver ... Essen nochmal den spektakulären
Apfelkuchen im Schicki-Micki-Cafe am südlichen See-Ende, dazu ein
extrem hart gerösteter Cappucino. Weiter durch die Nobelmeile zum
Mai-Coffeeshop, Arabica Kaffeepulver kaufen. Nach dem extremen Cappucino
vorhin tobt mein Magen schon beim Geruch des süsslichen vietnamesischen
Kaffee-Pulvers. Kaufe 100g.
Finden auf dem Rückweg echtes Seekajak-Angebot in
einem Traveller-Cafe, nachdem bislang nur Inflatables im Angebot waren:
"Sunflower-Hotel" auf Catba. Warmer Bananensaft zum Abendbrot in unserem
Traveller-Cafe. Später noch Brötchen in unserem Hotel, mehr geht
nicht. Boxer macht Packstress, nachdem Dieter und ich pünktlich 22.20
schlafen wollen. Wir bieten Boxer eine Erziehungsmassnahme an: Bei Verspätung
Zimmer zahlen oder in Zukunft Exklusivzimmer.
Mir gehts gar nicht gut, Allgemeinbefinden seit früh
schlecht und Magen seit dem Cappucino.
Freitag, 28.12:
6.00 raus, Magen hat die halbe Nacht geputscht, wenig
geschlafen. Fussmarsch zum Trekking-Cafe, 7.30 Abfahrt. Grau und diesig.
Klart dann auf, sonnig und diesig. Auf dem Boot gibts gleich Lunch. Zu
Beginn weiträumiges Umfahren der tollen Felsen. Ruhige See. Dann bis
Catba mittendurch, es ist genauso grossartig wie auf den Bildern. Zwischenstop
in der "Surprising Cave". 17.30 in Catba. Bekommen im zweiten von den drei
Sunflowers ein gutes 3er-Zimmer. DIE Monopolfirma auf Catba.
Kajaksuche. Die Bilder in Hanoi waren getürkt, es
gibt nur Funboote, echte Seekajaks sind zu teuer. Ein blickiger Typ erzählt
uns das und bietet Boote für 15$/Kajak/Person incl. Transport raus
in die Bay. Selbst aus dem Hafen fahren ist nicht, Seegang am Kap ist wohl
zuviel für die Funboote. Abendessen, gibt nur Softdrinks statt Säfte.
Fliessbandabfertigung. Schwatz mit taiwanesisch-chinesischem Expat-Pärchen
aus Hanoi + 3 Mädels aus Schwabenland, die nach unserer Erzählung
leicht geschockt sind. Promenaden-Rundgang mit Power Outage. Viel Karaoke
+ Bumbum für 10 $. Mango-Saft (!) beim Kajak-Typen. Müssen den
Karaoke-Lärm über uns im Hotel mit Guide-Hilfe reduzieren. 23.00
Nachtruhe. 23.00 Ruhe.
Samstag, 29.12:
7.15 raus. 8.00 Nestle+Marmeladen-Frühstück.
Kaufe noch eins nach. Der zugekaufte Viet-Kaffee ist genauso schlimm wie
der Nestle hier ... Draussen aggresive Verkäufer-Kinder. Kaufe 5 Baguettes
+ Wasser. Busfahrt zur Partisanen-Hospital-Höhle. Schwülwarm,
2. Etage = Entertainment. Führer = Ex-Vietcong-Offizier singt zwei
Nationallieder und ein Liebeslied. Macht sich zwar zur Schiessbuden-Figur,
war aber den Dollar Eintritt allemal wert ! Er wirkt sehr militärisch
und chinesisch.
Start zur Tour durch den Cat Ba-Nationalpark. Wanderung
durch sehr schönen Regenwald, Picknick, ein trockenes Baguette + eine
Banane für jeden. Dazu Super-Wetter. Ich gehe weit hinter der Masse
her. Boxer flirtet ohne Unterlass mit einer Japanerin. Viele offene Flächen
im Park mit tollen Aussichten, wunderschön zugedschungelte Bergketten.
Idyllisches Dorf: Viet Hai. Dort Lunch mit Eier-Nudelsuppe.
Weiter auf betoniertem Weg durch eine phantastische Landschaft
steiler Talkessel, Sümpfe und Fjorde. Zum Ende eine kollosale Karstquelle,
dann bei Ebbe am Fjordrand durch Schlamm und scharfkantigen Muschelkalk
zum Bastboot, leckend zum Motorboot, "it's a submarine" meint ein Australier.
Starke Sonnenuntergangs-Stimmung in der Bay auf dem Weg nach Cat Ba Town.
Prächtige Szenerie während der Hafeneinfahrt: Vollmond, Fischerboote,
die leuchtende Stadt unter den Hügeln in der Bucht. Stehe die ganze
Zeit am Bug.
Klären am Abend noch die Tour in den Cuc Phuong
Nationalpark. Essen (sehr gut heute !), ein langes Bierchen mit slowakisch-japanischem
Couple. Sie wohnen in Yokohama für 40 DM/sqm, in Tokio wären
es 150 ... Besser eine Stunde Fahrt. Der Slowake findet die japanische
Gesellschaft ziemlich daneben, vor allem was das Öko-Bewusstsein angeht.
Sonntag, 30.12:
6.15 raus, 7.15 Frühstück, Cuc Phuong reservieren,
5 $ Anzahlung (flexible Fahrt + 1 Nacht = 40 $ pP). 7.50 Bus zum Boot,
immer noch Super-Wetter. Überfahrt, Essen am Strand in Halong: Seafood.
Digger in Aktion am Strand. Bus zu anderer Behinderten-Werkstätte,
30 Minuten Grean-Teatime. Franzosen überziehen um 15 Minuten. Wir
loben die Crew für Local Coffee &Tea. Sie meinen, Lipton ist aber
"more expensive". 17.00 zurück, 15 min vom Hotel. Machen Cuc
Phuong verbindlich, geben in gleichem Travel Cafe Flugticket-Umbuchung
nach Bangkok in Auftrag für den 4. Januar. Treffen das Taiwan/China-Couple
auf einem Moped wieder.
Shopping in Supermarkt am See, Super-Angebot ! Viel Illumienierung
& Bühne mit Massenauflauf + Volkstheater (?) am See. Packen &
Essen im Zimmer. 23.00 Ruhe.
Montag, 31.12:
6.00 raus, Baguettes kaufen für den Cuc Phuong. Frühstück
mit gestern gekauftem französischem Kaffee. Spektakulär gut !
Endlich Schluss mit dem vietnamesischen Süss-Kaffee. 7.30 Uhr Start
mit dem Tagestour-Bus bis Ninh Binh, zwischendurch der übliche Kunstgewerbe-Shop-Stop.
Umstieg in Lada-PKW, zum Park-Headquarter. Klären Übernachtungs-Typ
und -Verlängerung, Touren, Guide, Rückfahrt, Frühstück
& Abendessen. Gibt leider keine Mehrtagestour, da Todesfall im Hmong-Dorf
und Camping ist nicht.
Fahrt zur Ancient Man Cave, spektakulär schöner,
vielfältiger und malerischer Regenwald längs des Pfades zur Höhle.
Einchecken, wir sind die Einzigen ! Jeder bekommt ein eigenes Zimmer. Boxer
tötet 2 fette Wanzen. Teatime auf der Terrasse.
Rundtour zum 1000-Jahre-Baum. Erst über Lehrpfad,
dann durch wunderschönen Regenwald mit dicht stehenden grossen Bäumen,
Farnen und kollosalen, mehrästigen Lianen: Der längste Arm einer
Liane am Weg ist satte 1000 Meter lang ! Besteigung des rostigen Wachturms
im Camp. Man möchte gerne, dass wir früher essen heute. Kaffee
auf der Terrasse mit den Dschungel-Stimmen als Hintergrundmusik. Dieter
hat sich von 2 Engländern (wohnen in einem von den beiden Chalets)
erzählen lassen, dass wir den spektakulären und gut erschlossenen
"Nam Cat Tien"-Nationalpark westlich von Dalat hätten mitnehmen sollen.
Der war laut LP komplett entlaubt; soll aber kaum noch zu sehen sein, wenn
man dem Rough Guide glaubt.
Super-Silvester-Dinner: Fisch, schmackhaftes Fleisch,
Hühnchen, Gemüse. Wolf-Blas-Rotwein für Dieter und mich,
Boxer trinkt kalifornischen mit Plastik-Korken. Anstossen mit echtem, im
Park angebautem & gebrautem "Cuc Phuong Apricot Liquor", 30 %. Der
Rest wird weggekippt ... Vorher langer Talk mit Dieter, er ist dagegen
;-)
2 Signalraketen von Boxer als Feuerwerk: Eine 22.00 Uhr
für die Kids, die begeistert sind, und eine um Mitternacht. 0.30 Ruhe.
Dienstag, 1.1:
7.30 raus, Kaffee, Thermoskanne killen ... 8.00 werden
die Brötchen per Moped vom Headquarter gebracht, Boxer 8.15 wecken.
9.00 Start mit Guide zum "Cloudy Peak". Die fette Liane von gestern ist
400-500 Jahre alt und einen Kilometer lang ! Ausgesprochen wilder &
felsiger Dschungeltrail, wird nur 3-4mal im Jahr begangen. Unser Guide
hat sich in der Vergangenheit schon 2x verlaufen, da der Pfad teilweise
nicht zu erkennen, zugewachsen oder von umgestürzten Bäumen versperrt
ist. Steiler, scharfkantiger Schluss-Anstieg a la Catba für 45 Minuten.
Nebel, kaum Sicht. Abstieg. Bananen-Wald. Dichtes Gestrüpp. Apricot-Brandy
mit den Rangern. Park-Marketing-Schwatz mit unserem Ranger. 14.30 Kaffee-Trinken.
Schwatz mit Wissenschaftler-Fahrer: Gestern war ein grosses Besäufnis
mit den 150 (!) Park-Rangern am Headquarter. Es gibt 3 Departements: Nature
Conservation, Defense, Tourism.
Dieter verschwindet wieder im Dschungel. Mittags-Schlaf
auf den Stühlen. Kleine Wanderung durch das idyllische Tal Richtung
Hmong-Dorf bis zum Ancient Tree und dem benachbarten Riesenbaum. Vogelstimmen-Gewirr.
Magische Atmosphäre ! Halida-Bier auf dem Balkon. Dinner, viel zähes
Fleisch zwischen den Zähnen, nicht so gut wie gestern. Dieter isst
lieber seine alten Baguettes. Wolf Blas Shiraz Cabernet auf dem Balkon.
Kalt, klarer Sternenhimmel ! 22.30 im Bett.
Mittwoch, 2.1:
6.30 Wecken, Boxer hat meinen Wecker bekommen. Die Brötchen
fehlen noch. Dieter ist eh' sein uraltes Brot, ich trinke erst mal einen
Morgen-Kaffee auf der Terrasse. Essen im leeren Speise-Saal. Kronleuchter
über bröckelnden, schimmligen Mauern. Super-Wetter heute ! Guide
und Fahrer kommen nicht. Boxer und ich gehen wieder ins Tal, Dieter bleibt
in der Hotel-Gegend.
Sind zum Glück schon 13.30 zurück, denn 14.00
Uhr kommt ein Kleinbus mit ein paar Leuten ... War ein Management-Fehler
in Hanoi, sollten uns eigentlich 15.00 am Trek abholen. Bezahlen: Abblocken
der Park-Gebühr. Buswechsel in Ninh Binh. Deutsches Schweizer Pärchen
im Bus. Hanoi, ins Phan Thai, vorher Flugtickets abholen, Flug nach Bangkok
für alle am 6. Januar. Ausgiebig Duschen, rüber zum Essen. Laundry-Sachen
aussortieren, 23.00 Ruhe.
Donnerstag, 3.1:
7.00 raus. Eine Stunde Frühstück, zu Thai Airways,
für morgen früh gibts noch freie Plätze nach Bangkok ! Umbuchen.
Boxer bucht Rückflug von Bangkok ausserdem zwei Tage später auf
Sonntag. Ich habe den 14. im Auge, 4 Tage früher, zwecks Skifahren.
Super-Wetter, warm, klar und sonnig ! Eis im Yuppie-Kaffee, dann durch
die Neustadt schlendern. Ein grossartiger Tag ! Zum ersten Mal in einem
Land bekomme ich meine eigene Seife und Haarwäsche nicht alle.
Boxer zieht los, um LP-Kopien für Thailand/Laos
und Filme zu kaufen. Tea-Time im Hotel. Goethe-Institut ist zu, China-Viertel,
Traveller-Viertel bei Notre Dame. Dollar-Rücktausch nur bei gleicher
Bank (ANZ), mit EC-Karte, Reisepass, ATM-Quittung, (bestätigtem) Flugticket
und einer Begründung, warum zurückgetauscht werden muss ... Abhängen
in der Abendsonne am See. Bedauern, dass wir Vietnam verlassen. Internet,
Packen, Duschen. Essen im "Little Hanoi", super ! 23.00 Ruhe.
Freitag, 4.1:
6.30 raus, Frühstücksbufett, Airport-Taxi. Neuer,
steriler Flughafen. Wenig Gastronomie, dazu ein verlorener Duty Free. Ein
letzter Vietnamese Green Tea von den letzten Dong; Departure Tax halbe/halbe
in Dollar bezahlt. Bin das erste mal im Leben der erste an Bord eines Flugzeuges
! Super Verpflegung für den kurzen Flug. Vietnam/Laos: Abgeholzte
Berge unter uns.
Bangkok-Airport: 100 DM tauschen geht noch ! Draussen
Taxi Booth zur Khao San, 350 Baht incl. Toll. Der Fahrer kennt die Gegend
nicht, wir laufen zum Barn Thai Guest House. Ruhige Lage in Seitengasse,
Holzhaus, luftig, zweite Etage, hinten raus. Grand Ma erläutert die
Hausordnung (24.00 - 6.00 closed). Warnt vor der neuen Local-Szene-Kneipe
hinter der Mauer, Musik soll aber Mitternacht aus sein.
Ausgiebiger Schwatz zur Teatime, Wassererhitzer und Porzellantassen
sind immer da. Super ! Khaosan-Runde. Es ist viel mehr los als das letzte
Mal, der blanke Kulturschock nach Hanoi. TV, Musik, Traveller-Massen. Wir
wollen für morgen den Nachtzug nach Vientiane buchen. Boxer braucht
aber erst noch Bedenkzeit, dann ist das Office zu. Visa für Laos geht
erst Montag, bedeutet 3 Tage warten (22$). Visa on Arrival kostet 50$.
Singha-Bier (bestens) & ausgiebiges Anschauen der coolen Traveller
Szene. Essen im Backpacker-Viertel um die Ecke. Wie schon das letzte Mal
hängen die Massen in der Kneipe vor dem Fernseher. 22.00 schweres
Begängnis auf der Khao San, da passt kein Auto mehr durch. Remmidemmi
in der Local Kneipe nebenan, warte noch bis Mitternacht auf Boxer, hinlegen.
Samstag, 5.1:
Erbärmlich geschlafen. Boxer kommt früh um zwei,
wird von Grand Ma's Schwester erwischt, als er über den Zaun steigt.
Muss anschliessen noch Grand Ma belästigen, um ins Zimmer zu kommen.
Suchen uns zuerst ein ruhiges Aircon-Zimmer mit brettharten
Matratzen. Frühstück: Altes Baguette und verdünnten Fruchtsaft.
Tempelrunde. Entscheiden uns Laos fallen zu lassen: Luang Prabang schon
1997 wegen massiven Brandrodungen von 02-05 nicht zu bereisen bzw. die
Gegend nicht zu fotografieren ... Zu Thai Airways am Mount Temple: Boxer
am 7. nach Phuket, ich am 8. nach München.
Mount Temple zum Abschluss der Runde. Weg durch schäbige
Viertel, Marktstrassen, Holzhäuser im Abwasser stehend, Luxus-Kondominium,
6-Etagen-Computer-Mall mit Klasse-Espresso ! Daneben Nobel-Hotel, DZ für
75 DM. Vor der Isetan Mall/WTC riesige Freisitze, jede Menge Bands,
Nationalitäten-Foodstores, Mittweida-Bier (!), wie immer zu laut.
Restaurant-Meile am Siam-Center, der bislang beste Espresso
im "Gloria Jeans Coffees". Bühne + Nachtmarkt am MKG Center. Geschmackloser,
aber scharfer Fischcurry. Skytrain zur Silom Road, Patpong 2 Besichtigung,
mehr Markt- als Bordellstrasse. Mehrere Anläufe, bis ein Taxi uns
zur Khao San bringt. 75B.
Sonntag, 6.1:
9.00 raus, wieder entsetzlich geschlafen: Angelsachsen-Party
mit stundenlangem rhytmischem Geschrei bis zum Morgengrauen. Dazu ein hellhöriger
Plattenbau mit nicht schliessendem Kippfenster Ami-Style. Auschecken, "A
One Inn" am Siam Center hat DZ für 560 B. Taxi hin. Ist (auf Nachfrage)
aber noisy, Ice Machine ab 5.00 morgens ... Chefin lässt uns zahlen
und verspricht besseres Zimmer um 12.30 Uhr. Leute, die noch reinkommen
und ad hoc ein Zimmer wollen, gehen leer aus.
Cappucino bei Deli France im MBK Center gleich gegenüber.
Sehr gute Lage des Hotel Strips gleich nebenan, dabei
ruhig und nur 2 Minuten von der S-Bahn-Station. Bekommen dann ein Super-Zimmer
für 480 B ! Duschen, Tea-Time. S-Bahn Lumpini-Park. Ziemlich leer
am Sonntag, Tanzschule auf Asphalt. Silom Road, 6spuriger Hwy, auf anderthalb
Kilometer gesperrt fürs Volk: Selbstdarsteller aller Art, Bands, Kleinhändler,
Spaziergänger, kreidemalende Kinder. Super ! Ein kollosaler Ausblick
vom China Restaurant aus dem 38ten Stock eines Hotel-Towers.
Vom Shangri La fährt kein Boot, müssen zum
Nachbar-Anleger. 18.40 letztes Sonntags-Boot. Schwatz mit Thai, empfiehlt
Similan Islands. Chinatown: Tote Hose am Sonntag abend, der Tagesmarkt
wird gerade abgeräumt. Taxi zum MBK. Hühnchen Curry (gut) im
MBK. Runde ums Stadion. Alles wieder wie gestern, einschliesslich der Tanz-Show.
Jakarta Post: 80% aller Fahrer in Hanoi haben keine Fahrerlaubnis. Dann
Ian Write / LP TV zum Thema Kambodscha.
Montag, 7.1:
9.00 raus, habe mich bei Boxer mit Schnupfen angesteckt.
Frühstück in der MBK/Saint Germain, Boxer isst trockene Bananen,
weil ihm der Abend zu teuer war. Fahre ein Stück mit der S-Bahn Richtung
Business-Distrikt, laufe retour. Tea-Time, Duschen, Packen. S-Bahn zum
Fluss, Boot Banglamphu-Kaosan. Fotos, (Sport-)Park gegenüber Wat Phra
Kaew: Dichtgepackt mit Joggern, Tänzern, Bodybuildern, Massen-Aerobic
& Sportlern aller Art.
Little India, ein einziger grosser Elektronik-Basar mit
Open-Air-Werkstätten. Chinatown: Zwischen 17.30 - 18.30 gehen die
Rollos runter und die Basare werden abgebaut; wie gestern (Wanat Road).
Red Light am Bahnhof. Im Bahnhof: Mir ist jetzt doch sehr nach losfahren.
Durch Chinatown II Richtung Rama I Road, der wahre Ess-Nachtmarkt ! Die
Thais essen ausschliesslich mit Löffel und Gabel. Ess-Stäbchen
sind lediglich Touri-Souvenir. Zum Hotel, wieder Markt am Stadion, Boxer
ist schon da.
Essen im "Sorn Restaurant & Cafe schräg gegenüber".
"Brown Curry" mit detaillierten Erklärungen in der Speisekarte, schmeckt
trotz Schnupfen superb ! Viel zu spät entdeckt das Lokal. Ca. 100
B / Curry. Das bislang beste Essen in Bangkok ! Wie in Vietnam: Das beste
Essen gibts mit etwas Glück in den mittleren Preislagen. Bin grippemässig
abgeschlafft. Boxer war den ganzen Tag shoppen, 8000 B, 6 rote Tokyu-Tüten
voll.
Dienstag, 8.1:
7.30 raus, entsetzlich geschlafen, die ganze Nacht Schleim
aus vollen Rohren. Finden 9.00 problemlos Taxi mit Meter vor dem Hostel.
Nur 30 Minuten Fahrt ! Domestic Airport raus, Abschied von Boxer, rüberlaufen
zum International. Einchecken, $ tauschen für "Tourist Service Tax".
TST kaufen, lesen. Richtung Gate, in Departure Hall guter Buchladen im
ersten Stock. 12.45 Einsteigen, Emergency Seat, Sonntags-FAZ. Meist dicht
bewölkt, zwischendurch endlose iranische Wüstenberge. Seit heute
früh hat der Schnupfen jeden Geschmack ausgeschaltet. Zwischendurch
Klasse-Versorgung mit Drinks & Sandwiches. 11,5 Stunden Tagflug, habe
zum Glück genug zum Lesen mit.
Stundenlanger Sonnenuntergang. 75 Minuten vor Landung
1x Otriven, 45 min vorher das zweite Mal. Beim Landen dann zwar keine Probleme
mit den Nebenhöhlen, dafür drückt der Schleim in die Ohren.
Höre fast nichts mehr. War aber nicht so schmerzhaft, wie ohne Nasentropfen.
Beim Aussteigen allgemeines Lästern über die Kälte. 20.30
zuhause. 10 Grad im Raum, 22.00 im Bett.
Mittwoch, 9.1:
02.30 das erste Mal wach, 6.30 raus. Schon besser geschlafen
als gestern, die Ohren sind schon wieder besser, aber noch nicht ganz frei.
7.30 Morgendämmerung. Bäume schön mit Rauhreif bedeckt.
Minus 5 Grad. Super !